    
Vom Eisen zum Stahl:
Was ist Stahl?
 
"Stahl" ist
seiner ursprünglichen Bedeutung nach ein schmiedbares Eisen höherer
Festigkeit, das man härten
kann. Dies ist beispielsweise bei Messern oder Werkzeugstählen erforderlich.
Im allgemeinen Sprachgebrauch hat sich jedoch in den letzten Jahren das
Wort "Stahl" auch für das gesamte schmiedbare Eisen eingebürgert.
Es ist nicht ganz einfach, eine eindeutige Grenze
zwischen Eisen und Stahl zu ziehen. Mit Eisen bezeichnen wir heute nur
das Roh- oder Gusseisen, das mehr als 2 %
Kohlenstoff enthält.
Durch Verringerung des Kohlenstoffgehalts kann man
das im festen Zustand spröde Roheisen
in den schmiedbaren Stahl umwandeln, der beim Erhitzen vor dem Schmelzen
in einen duktilen, d. h. durch Dehnen
und Hämmern verformbaren, plastischen Zustand übergeht, während
Roheisen sich in diesem Temperaturbereich spröde verhält.
Eisen mit weniger als 2 %
Kohlenstoffanteil wird als Stahl bezeichnet.
Je nach Verwendung wird zur Verbesserung der Gebrauchsfähigkeit
die Festigkeit oder Zähigkeit des
Stahls gesteigert. Daher wird er meist mit anderen Metallen
wie zum Beispiel Mangan, Silizium oder Chrom legiert.
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