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Ein Blick zurück: Mythos Eisen (500 n. Chr.)
Eisen war gerade in früher Zeit vom Schleier
des Geheimnisvollen umgeben.
Eine Ursache ist sicher, dass es allen bisher bekannten Werkstoffen überlegen war. Darum genossen Menschen, die es gewinnen und verarbeiten konnten, hohes Ansehen, in das
sich häufig aber auch Furcht vor übernatürlichen Fähigkeiten
mischte. Noch heute sind zum Beispiel der Damaszener-Stahl
oder der Toledo-Stahl legendär.
Eine Schwertklinge aus Toledo galt damals als unzerstörbar
und man sagte, dass sie den Besitzer unverwundbar machen würde. Deutlich
zeigte sich diese mythisch überhöhte Einstellung der Menschen
gegenüber einem Schmied darin, dass er meist außerhalb der
geltenden gesellschaftlichen Norm stand. Einerseits genoss der Schmied
Sonderrechte und wurde Königen gleichgestellt. Andererseits stattete
die Sage den Schmied mit einem hässlichen Aussehen, körperlichen
Gebrechen und schlechten Charakterzügen aus.
Als sicher gilt, dass umherreisenden Schmieden die
Verbreitung der Fähigkeit zur Stahlgewinnung und -verarbeitung in
der damals bekannten Welt zu verdanken ist.