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Ein Blick zurück:
Frühe Hochöfen bzw. Rennfeuer

Das älteste Verfahren zur Gewinnung von schmiedbarem Eisen und härtbarem Stahl ist das sogenannte Rennfeuer. Die Bezeichnung stammt von "Rennen" oder "Zerrennen", was soviel heißt wie Rinnenlassen oder Verflüssigen. Beim Rennverfahren wird das schmiedbare Eisen direkt aus den Erzen gewonnen.

Bei einem Rennfeuerofen wurde in den Erdboden in der Regel eine Grube von etwa einem halben Meter Durchmesser und etwas geringerer Tiefe gegraben. Darüber wurde ein Schacht aus Lehmziegeln errichtet, der sich nach oben verjüngte. Oft war der Schacht nicht höher als einen Meter. In die Grube wurden nun Eisenerzstücke und Holzkohle gelegt und diese entzündet. Die für das Feuer notwendige Luftzufuhr erfolgte meist durch eine seitliche Öffnung am Schacht. Um eine natürliche Luftzufuhr zu ermöglichen, wurden diese Öfen häufig in windigen Höhen errichtet. Es dauerte dann in der Regel über 20 Stunden, bis das Erz zur teigigen Stahlmasse wurde. In den Rennöfen war es noch nicht möglich, flüssiges Eisen zu erhalten, sondern nur eine zähe Masse, die sogenannte "Luppe", die noch Reste von flüssiger Schlacke einschloss.

Die Schlackenreste wurden dann mühsam durch Hämmern herausgetrieben.

Im Laufe der Zeit wurden diese Öfen unter Einsatz einer künstlichen Belüftung immer höher. So entwickelten sich aus den Rennfeueröfen im Laufe mehrerer Jahrhunderte die heutigen Hochöfen.

 

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