Überblickseite
Hinweis: Es folgen Hauptnavigationselemente.
Startseite
1. Ein Blick zurück
2. Vom Eisenerz zum Roheisen - Sie befinden sich innerhalb dieses Kapitels.
3. Vom Eisen zum Stahl
4. Werkstoff Stahl
5. Umwelt

Lexikon
Herausgeber

Es folgt ein Flash-Objekt mit natürlicher Sprachwiedergabe
<IMG SRC="../graphikshare/noflash.jpg" WIDTH="159" HEIGHT="50" usemap="#x" BORDER="0" ALT="">
Überblickseiteweiterweiter
Hinweis: Es folgt der Text des Screens. Im Hintergrund ist eine Collage verschiedener Erzsorten in Form silbriger und roter Strukturen abgebildet.

Vom Eisenerz zum Roheisen:
Gibt es eigentlich verschiedene Erzsorten?

Foto: Ein Binnenschifffrachter liegt im Hafen. Mit einem Schaufelbagger wird die offen transportierte Ladung an Land gebracht. Wenn Sie mit der Maus über das Bild fahren, erfolgt ein Wechsel und eine Nahaufnahme der Entladung wird eingeblendet.

Es gibt eine ganze Reihe von verschiedenen Erzsorten. Die wichtigsten sind hier aufgeführt:

Magneteisenstein oder Magneterz chemische Formel: Trieisentetroxid - F E drei O vier

Zeichnet sich durch einen hohen Eisengehalt von 60 bis 70 Prozent aus und kommt besonders in großen Lagern in Schweden, Norwegen, Nordafrika, Russland und den USA vor. Mit einem Anteil von 15 Prozent wird Magneteisenstein in der Dillinger Hütte bei der Sinterproduktion verwendet.

Roteisenstein oder Hämatiterz chemische Formel: Dieisentrioxid - F E zwei O drei

Eisengehalt 40 bis 60 Prozent. Die größten Lager an Hämatiterz findet man in Brasilien, Australien und Nordamerika. In Deutschland befanden sich größere Lager im Bereich von Lahn und Dill. Roteisenstein aus Brasilien ist Grundlage der heute in der Dillinger Hütte verwendeten Pellets. Außerdem wird dieses Erz mit einem Anteil von 85 Prozent bei der Sinterproduktion eingesetzt. Das ebenfalls in den Hochöfen der Dillinger Hütte verwendete hämatitische Stückerz kommt aus Australien.

Brauneisenstein chemische Formel: Dieisentrioxid mit Kristallwasser - F E zwei O drei mal X H zwei O

Eisengehalt bis zu 60 Prozent. Das sehr weit verbreitete Eisenerz wird wegen des geringen Fe-Gehaltes heute nicht mehr industriell verwendet. Zudem haben diese Erze erhöhte schädliche Phosphorgehalte. Wichtige Brauneisensteinlagen liegen in Lothringen und der Gegend von Metz und Diedenhofen. Nicht von ungefähr wurde also die Dillinger Hütte vor über 300 Jahren dort gegründet. Zu dieser Zeit waren Transporte von Massengütern über weitere Strecken sehr beschwerlich.

Spateisenstein chemische Formel: Eisenzweikarbonat - F E C O drei

Auch Siderit genannt. Eisengehalt 30 bis 40 Prozent, phosphorarm. Spateisenstein ist zwar wegen seines erhöhten Mangangehaltes gesucht, wird jedoch seit geraumer Zeit in den Hochöfen wegen seines geringen Fe-Gehaltes nicht mehr eingesetzt.

Eisenkies chemische Formel: Eisensulfid - F E S zwei bzw. "Pyrit"

Wird hauptsächlich zur Herstellung von Schwefelsäure verwendet, wobei das sulfidische Eisenerz "abgeröstet" wird. Hierdurch fallen sogenannte "Kiesabbrände" an, die bis zu 60 bis 65 Prozent Eisen enthalten und zur Herstellung von Gießereiroheisen und Stahl eingesetzt werden können.

 

 

nächste Seite: Erzvorbehandlung - Mischen

Symbol Ende der Seite