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Hinweis: Es folgt der Text des Screens. Im Hintergrund ist eine Collage von Nahaufnahmen des glühenden Kokses bevor er abgelöscht wird, sowie in grauer Farbe nach diesem Vorgang abgebildet.

Vom Eisenerz zum Roheisen:
Welche Rolle spielt Koks?

Foto: Im Vodergrund sind Rohrleitungen abgebildet, im Hintergrund der Löschturm mit einer Wasserdampfwolke. Foto: Der glühende Koks bevor er in den Löschturm transportiert wird.

Für die Erzeugung des Roheisens im Hochofen sind Wärme und Kohlenstoff notwendig. Kohlenstoff spielt bei den chemischen Vorgängen im Hochofen eine bedeutende Rolle. Deshalb wird Koks eingesetzt, der mit dem Möller und Schicht für Schicht kontinuierlich in den Hochofen eingefüllt wird.

Der Koks erfüllt drei Aufgaben. Einmal entzieht er dem Erz den Sauerstoff und setzt damit das im Erz enthaltene Eisen als Metall frei. Gleichzeitig entsteht durch unvollständige Verbrennung Kohlenstoffmonoxid, das ebenfalls mit dem Eisenerz unter Sauerstoffentzug reagiert. Diese Vorgänge bezeichnet man als die Reduktion des Eisenoxids.

Zweitens liefert er die notwendige Reaktionswärme, damit der angesprochene Reduktionsvorgang überhaupt ablaufen kann.

Drittens sorgt er dafür, dass die hohe Beschickungssäule aus dem Möller und dem lagenweise aufgebrachten Koks gleichmäßig und ausreichend durchgast wird und flüssige Bestandteile abfließen können. Die Beschickungssäule des Ofens, immerhin 30 Meter hoch und von bis zu 12 Meter Durchmesser, kann so gleichmäßig in tiefer gelegene Ofenbereiche und damit wärmere Ofenzonen absinken.

Man verwendet Koks und nicht Kohle, weil die meisten Kohlesorten im Ofen zusammenbacken. Der Betrieb des Ofens würde dadurch außerordentlich gestört werden. Außerdem kann man mit Koks weit höhere Prozesstemperaturen erreichen als mit Kohle. Während Kohle zahlreiche "Verunreinigungen" enthält, besteht Koks aus nahezu reinem Kohlenstoff.

Da Koks relativ teuer ist, kann ein Teil des Reduktionsmittelbedarfs durch Kohle oder Schweröl ersetzt werden. Pulverisierte Kohle bzw. Schweröl werden dabei zusammen mit dem Heißwind in den Hochofen eingeblasen. Dadurch kann etwa ein Drittel des Kokses eingespart werden.

 

 

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