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Vom Eisenerz zum Roheisen:
Der Hochofen - Aufbau

Schematische Abbildung eines Hochofens: Die äußere Form von zwei Kegelstümpfen, die durch einen zylindrischen Teil miteinander verbunden sind, wird dargestellt. Von unten nach oben ist der Hochofen in die Bereiche Gestell, Rast, Kohlensack, Schacht und Gicht eingeteilt.

Wenn man sich einen Hochofen von außen betrachtet, ist seine eigentliche Form nur schwer erkennbar. Sie wird in der Regel von einer großen Stahlkonstruktion, dem Gerüst, das den Ofen umgibt, verdeckt. Im Gerüst sind Hilfseinrichtungen (Motoren, Pumpen) sowie begehbare Bühnen angeordnet, damit der Ofen außer seinem Eigengewicht keine zusätzliche Lasten tragen muss.

Der Hochofen selbst ist ein 30 bis 50 Meter hoher Schachtofen, der im Wesentlichen aus einem Metallmantel mit Kühleinrichtungen besteht. Die inneren Wände sind aus feuerfesten Steinen aufgemauert, die neben Hitze auch den chemischen und physikalischen Vorgängen bei der Entstehung des flüssigen Roheisens widerstehen müssen. Er zeichnet sich durch die charakteristische Form zweier Kegelstümpfe aus, die durch einen zylindrischen Teil miteinander verbunden sind. Der obere Teil wird als "Schacht" bezeichnet, den unteren Stumpf nennt man "Rast". Die breiteste Stelle des Hochofens zwischen Schacht und Rast nennt man "Kohlensack". Unterhalb der Rast befindet sich das "Gestell" des Hochofens.

Die Form des Hochofens ergibt sich aus den Notwendigkeiten des Produktionsprozesses: Das Beschickungsgut - so werden die Einsatzstoffe wie Erz, Koks, Kalk sowie andere Zuschläge bezeichnet - kann sich leicht nach unten verteilen. Gleichzeitig wird der nach unten hin zunehmenden Temperatur des Ofens Rechnung getragen, welche zu einem erhöhten Platzbedarf der dort entstehenden Reduktionsgase und Feststoffe führt. Im untersten Teil des Ofens benötigen verbrauchter Koks und verbrauchtes Erz, also die abgeschmolzene Beschickung, dagegen weniger Volumen. Der Querschnitt des Ofens wird geringer.

Befüllt wird der Hochofen von oben durch die sogenannte "Gicht". Sie ist nach dem Prinzip einer Schleuse mit Doppelverschluss konstruiert. Beim Einfüllen öffnet sich zuerst der obere Verschluss und schließt sich wieder, sobald das Material eingefüllt ist. Erst wenn der Druckausgleich erfolgt, öffnet sich der untere Verschluss und lässt das Material in den Ofen fallen. Auf diese Weise kann in den Hochofen weder Falschluft eindringen noch Gichtgas entweichen.

 

 

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