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Hinweis: Es folgt der Text des Screens. Im Hintergrund ist eine Nahaufnahme von der Befüllung des Konverters mit Roheisen abgebildet. Das Gefäß zum Befüllen ist maximal gekippt, der Vorgang beinahe beendet.

Vom Eisen zum Stahl:
Stahlerzeugung - das LD-Verfahren

Foto: Nach dem Frischen wird die Lanze wieder aus dem Konverter gezogen. Bei diesem Foto vom unteren Ende der Lanze sind deutlich die Öffnungen für das Blasen des Sauerstoffs erkennbar.

Die Forderungen nach höherer Qualität metallischer Werkstoffe lösten in den letzten Jahrzehnten viele Bemühungen aus, die Verfahren der Eisenherstellung zu optimieren.

Einen besonderen Fortschritt brachte das sogenannte LD-Verfahren. Bei diesem Verfahren wird ca. 20 Minuten lang reiner Sauerstoff auf das flüssige Roheisen aufgeblasen. Dadurch verbrennen Kohlenstoff, Mangan, Phosphor, Schwefel, Silizium und die anderen Begleitelemente des Roheisens. Die Blasdauer bestimmt den Grad, um den die Begleitstoffe vermindert werden. Der nach diesem Verfahren erzeugte Stahl zeichnet sich durch hohe Reinheit aus.

Das Verfahren wurde erstmals in den österreichischen Stahlwerken in Linz und Donawitz eingeführt und wird daher auch als LD-Verfahren (Linz-Donawitz-Verfahren) bezeichnet.

Neben dem LD-Verfahren sind im Laufe der letzten ca. 40 Jahre weitere bodenblasende Verfahren entwickelt worden, aber auch Verfahren, bei denen der Frischsauerstoff gleichzeitig durch eine Lanze und durch Düsen im Konverterboden geblasen wird. Zudem kann die Geschwindigkeit der metallurgischen Reaktionen durch zusätzliches Spülen mit Inertgasen (Stickstoff, Argon) erhöht werden.

In der Dillinger Hütte werden diese Roheisen-Stahl-Umwandlungsprozesse durch Aufblasen von reinem Sauerstoff unter hohem Druck auf das Chargiergut des Konverters durchgeführt.

Eine 185 Tonnen - Charge wird aus 157 Tonnen flüssigem Roheisen, 34 Tonnen Schrott und 11 Tonnen gebranntem Stückkalk als Schlackenbildner erblasen. Die Verwendung von Schrott, bei der "verbrauchter" Stahl ohne zusätzlichen Energieaufwand wiederverwertet wird, demonstriert augenfällig die ausgezeichnete Recyclingfähigkeit des Stahls. Gleichzeitig kompensiert der Schrott die Verbrennungswärme der Elemente Kohlenstoff, Silicium, Mangan und anderen, die aus der Schmelze herausgefrischt werden.

 

 

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