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Werkstoff Stahl: Verkehrswesen
Die augenfälligste Verbindung zwischen Stahl und Verkehr stellen wohl nach wie vor die Tausende und Abertausende Kilometer
langen Schienenstränge der Eisenbahn dar.
Diese uns heute selbstverständlich erscheinenden
Fernverbindungen eröffneten im 19. Jahrhundert bis dahin undenkbare
Möglichkeiten der Mobilität für Menschen wie für Waren.
Stahlherstellung und technologischer Fortschritt beeinflussen
sich gegenseitig. Der Bedarf an Eisenbahnschienen erforderte die Steigerung
und gleichzeitig die technische Weiterentwicklung der Stahlproduktion.
Durch die somit gewonnenen besseren Transportmöglichkeiten konnten
neue Stahlwerke, unabhängig von natürlichen Standortfaktoren
wie Eisenerz- oder Kohlevorkommen, gebaut
werden. Davon profitierte nicht zuletzt die Stahlindustrie selbst, denn
Rohstoffe konnten nun kostengünstig transportiert werden, ein Stahlwerk
musste also nicht länger zwangsläufig in deren Nähe angesiedelt
werden. Umgekehrt wurde natürlich auch der Transport des gefertigten
Stahls ungemein vereinfacht.
Heutzutage sticht der Individualverkehr ins Auge -
auch er ist ohne Stahl schwer denkbar: Ein modernes Auto besteht zu rund
zwei Dritteln aus Stahl und Eisen. Innovative Stahlprodukte in Verbindung
mit neuen Konstruktions- und Fertigungstechniken ermöglichen heute
die Herstellung von ultraleichten Stahlkarosserien, die rund 25 Prozent
weniger wiegen als vergleichbare Karosserien konventioneller Bauart. Und
wenn das Auto ausgemustert wird, ist der Schrott problemlos und nahezu
beliebig oft recycelbar.