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Lexikon von F bis K

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Festigkeit Der Widerstand eines Körpers gegen äußere Beanspruchung. Man unterscheidet: Zug-, Druck-, Knick-, Biege-, Schub- und Torsionsfestigkeit. Die Festigkeitslehre bestimmt durch Verwendung experimentell ermittelter Daten die Kräfte und Spannungen, die für den jeweiligen Fall in Frage kommen.
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Frischen Den überschüssigen Kohlenstoff und die Roheisenbegleiter durch Zuführen von Sauerstoff verbrennen, ein Verfahren zur Herstellung von Stahl aus Roheisen.
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Gegenstromprinzip Dieses Prinzip wird genutzt, um Wärme oder Substanzen durch ein Vorbeiführen in entgegengesetzter Richtung auszutauschen. Im Falle der Roheisengewinnung im Hochofen wird der Möller von oben nach unten und ihm entgegengesetzt der Heißwind von unten nach oben geführt.

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Gichtgas

Im Hochofen aufgrund der unvollständigen Verbrennung des Kokses entstehendes energiereiches Gas, das jeweils etwa 20 bis 25 Prozent Kohlenstoffmonoxid) und Kohlenstoffdioxid sowie 2 bis 4 Prozent Wasserstoff und 46 bis 58 Prozent Stickstoff enthält.

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Glühen

Wärmebehandlungen, mit denen man Werkstoffeigenschaften verändern kann. Zunächst erfolgt eine Erwärmung des Stahles auf bestimmte Temperaturen, gefolgt von einer bestimmten Haltezeit und anschließendem Abkühlen. Die Temperaturen für die verschiedenen Glüharten richten sich nach dem Kohlenstoffgehalt und den Legierungsbestandteilen.

1. Spannungsarmglühen
Innere Spannungen, die beim Abkühlen eines Werkstücks auftreten, werden mit diesem Glühverfahren abgebaut.

2. Rekristallisationsglühen
Hier wird der Stahl über seine Rekristallisationstemperatur hinaus erwärmt, damit eine Umbildung des Kristallgitters stattfinden kann. Diese Wärmebehandlung kommt vorwiegend nach starker Verformung zum Einsatz.

3. Weichglühen
stellt einen - für die Weiterverarbeitung günstigen - weichen Zustand her.

4. Normalglühen
stellt ein gleichmäßiges und feinkörniges Gefüge mit Perlitanteilen ein.

5. Grobkornglühen
dient zur Erzielung eines groben Korns. Hierdurch wird die Spanbarkeit verbessert.

6. Diffusionsglühen
ermöglicht die Beseitigung örtlicher Konzentrationsunterschiede.

 

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Grobblech Mindestens 3 Millimeter dickes Blech, erhältlich in allen unlegierten und legierten Stahlsorten.

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Härten Wärmebehandlung, die das innere Gefüge des Stahls und so seine Eigenschaften ändert.

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Hochofen Ein etwa 20 bis 30 Meter hoher Schachtofen in der Form zweier mit ihren Grundflächen aufeinander gestellter Kegelstümpfe (Schacht und Rast), der nach unten durch das Gestell mit dem Bodenstein abgeschlossen ist und zur Gewinnung von Roheisen dient.
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Hochofengestell Unterer Teil des Hochofens.
 
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Hochofenprozess Der Hochofen wird zur Gewinnung von Roheisen aus Eisenerz unter Zugabe von Koks als Brennstoff und Kalk zur Bindung der Gangarten (taube Gesteine) durch die Gicht gefüllt (begichtet). Im Winderhitzer auf 1000 bis 1350 °C erwärmte Luft (Wind) wird etwa in der oberen Ebene des Gestells durch die Blasformen zugeführt; sie dient sowohl zur Verbrennung des Kokses als auch als zusätzlicher Wärmeträger. Die entstehenden Reduktionsgase (Kohlenmonoxid (neu: Kohlenstoffmonoxid)) durchströmen die Beschickung von unten nach oben und reduzieren dabei das in den verschiedenen Oxidationsstufen vorliegende Erz. Gleichzeitig wird die Wärme der aufsteigenden Gase auf die Beschickung übertragen. Kurz oberhalb der Blasformen werden das reduzierte Eisen und die anfallende Schlacke geschmolzen und überhitzt; beide Phasen fließen in das Gestell ab, wo sich die leichte Schlacke auf dem Roheisen schwimmend ansammelt. Das Roheisen selbst kommt beim Herabfließen mit Koks in Berührung und kohlt sich auf. In regelmäßigen Abständen wird sowohl Roheisen wie Schlacke "abgestochen" (aus dem Gestell abgelassen) und in Roheisenpfannen bzw. Schlackenpfannen gefüllt. Das Roheisen wird im Allgemeinen zum Roheisenmischer in das Stahlwerk gebracht oder zu Masseln vergossen. (Schlacke: Hochofenschlacke).
Leistungskennzahlen eines modernen Hochofens mit 13,60 Meter Gestelldurchmesser: Schmelzleistung 10000 Tonnen Roheisen pro Tag, Schlackenmenge 300 Kilogramm pro Tonne Roheisen, Windmenge 1550 Normkubikmeter pro Tonne Roheisen, Windtemperatur 1300 °C, Koksverbrauch 410 Kilogramm pro Tonne Roheisen, Ölverbrauch 30 Kilogramm pro Tonne Roheisen.
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Hüttensand Granulierte Hochofenschlacke. Verwendung unter anderem bei der Zementherstellung.

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Kalk CaO, durch Erhitzen ("Brennen") von Kalkstein (Calciumcarbonat, CaCO3) im Kalkofen hergestellt, wobei Kohlendioxid (neu: Kohlenstoffdioxid) abgespalten wird. Der gebrannte Kalk reagiert unter starker Wärmeentwicklung mit Wasser; dabei bildet sich gelöschter Kalk (Calciumhydroxid, Ca(OH)2), der von alters her durch Beimischung von Sand zur Herstellung von Mörtel verwendet wird. Er geht durch langsame Aufnahme des Kohlendioxids (neu: Kohlenstoffdioxids) der Luft wieder in Calciumcarbonat über. Ferner findet Kalk als Düngemittel, zur Herstellung von Calciumcarbid und Kalkstickstoff, bei der Gewinnung von Metallen, in der Glasfabrikation und anderem Verwendung.
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Kaltrichten Krumme, verbogene Stangen oder Bleche von Hand oder mit Richtmaschine, jedoch ohne Erwärmen, in geraden Zustand bringen.

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Kohlenstoffdioxid Kohlensäureanhydrid; CO2, fälschlich Kohlensäure genannt, unbrennbares, farb- und geruchloses Gas, das bei allen Verbrennungsvorgängen und bei der Atmung entsteht; wird von den Pflanzen bei der Fotosynthese assimiliert. Die wässrige Lösung von Kohlendioxid (neu: Kohlenstoffdioxid) reagiert schwach sauer, da sich in geringem Maß Kohlensäure bildet. Kohlendioxid (neu: Kohlenstoffdioxid) kommt in der Natur in freiem Zustand als Bestandteil der Luft (0,03 Prozent), in Mineralquellen und Vulkanen und in gebundenem Zustand in Form von Carbonatgesteinen vor. Kohlendioxid (neu: Kohlenstoffdioxid) wird vom Handel flüssig (in Stahlflaschen als "Kohlensäure") angeboten. Es kann, da es unbrennbar ist und die Sauerstoffzufuhr zu einer Flamme verhindert, als Feuerlöschmittel verwendet werden. Ferner wird es in Bierdruckapparaten benutzt. In festem Zustand (Kohlensäureschnee, Trockeneis) dient es Kühlzwecken.
Der Gehalt von Kohlendioxid (neu: Kohlenstoffdioxid) in der Atmosphäre ist durch die weltweite Emission bei der Verbrennung fossiler Brennstoffe (Kohle, Erdöl, Gas) in Verbindung mit der Verringerung von Waldflächen um rund 14 Prozent in den vergangenen 100 Jahren angestiegen (Treibhauseffekt).
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Kohlenstoffmonoxid Kohlenoxid; CO, bei unvollständiger Verbrennung von Kohlenstoff entstehendes farb- und geruchloses, giftiges Gas, im Stadt- und Generatorgas sowie in Gruben- und in Auspuffgasen enthalten; verbrennt mit bläulicher Flamme zu Kohlendioxid (neu: Kohlenstoffdioxid), wirkt stark reduzierend und spielt deshalb für die Reduktion von Metalloxiden zu Metallen (z. B. bei der Herstellung von Eisen) eine bedeutende Rolle; auch für die Synthese von Kohlenwasserstoffen, Alkoholen, Ameisensäure und Blausäure verwendet. Komplexverbindungen mit Nickel, Kobalt und Eisen sind die Carbonyle.
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Kokerei Anlage zur Gewinnung von Koks (Hüttenkoks) aus Steinkohle durch trockene Destillation (Verkokung). Die Kohlen werden zerkleinert und gewaschen und gelangen in steinerne Koksöfen mit senkrechten Ofenkammern (15 bis 50 Tonnen Inhalt). Diese werden auf eine Temperatur bis zu 1000 °C erhitzt, wobei die Heizgase in einer ersten Heizkammer unter den Ofenkammern verbrennen und die Verbrennungsgase eine zweite Heizkammer erwärmen, um dann nach außen in den Fuchs (Abzugskanal) geleitet zu werden. Das bei der Destillation entstehende Gas wird durch eine Teervorlage geführt (20 °C); das in diesem enthaltene Ammoniak wird in Wäschern oder Skrubbern gewonnen. Nach weiterer Reinigung kommt es in Gasbehälter oder wird zum Teil in die Heizkammern geleitet. Der Kokskuchen wird auf eine Rampe geschoben, mit Wasser abgelöscht und verladen.
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Kokille Eine Dauergussform.
 
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Koks Ein wertvoller Brennstoff, Produkt der Kokerei. Hüttenkoks ist grauschwarz und fest, enthält bis zu 93 Prozent Kohlenstoff. Verwendung nach Stückgröße: große Stücke für Hochöfen und Gießereien, kleine Sorten (Brechkoks) für Heizzwecke. Gaskoks, ein Nebenerzeugnis bei der Leuchtgasgewinnung, ist weich, leicht und porös; Verwendung fast ausschließlich zu Heizzwecken.
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Konverter Mit feuerfesten Steinen ausgekleideter, kippbarer, birnenförmiger Stahlbehälter zur Gewinnung von Kupfer und von Stahl aus Roheisen. Der Thomaskonverter hat am Boden Düsen zum Durchblasen von Luft.
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