Beruf & Karriere

Gießereimechaniker/in Fachrichtung Handformguss

Gießereimechaniker/innen stellen Gussstücke aus Eisen, Stahl oder Nichteisenmetallen und die dazugehörigen Formen her.
Beim Handformguss werden die Formen von Hand gefertigt, dieses Verfahren wird bei Einzelstücken und kleinen Serien angewandt. Als Formmaterial dienen Formsand, Formlehm und chemische Festigungsmittel.

Gießereimechaniker/innen der Fachrichtung Handformguss stellen die Formteile mit Hilfe von Modellen des anzufertigenden Werkstücks her, die sie in Formkästen in den Formsand einbetten und dann wieder entnehmen. Die Formteile setzen sie zur gießfertigen Form zusammen. Oft sind auch so genannte Kerne
anzufertigen, die in die Form eingelegt werden, um im Gussstück Hohl-räume freizuhalten. Beim Anfertigen der Formen und Verdichten des Formstoffes benutzen sie unterschiedliche mechanische Hilfsmittel wie Schablonen und Stampfwerkzeuge.

Sie schmelzen die Gießmetalle, geben Legierungsbestandteile zu und prüfen die Temperatur. Das eigentliche Gießen erfolgt teilweise von Hand oder mit Gießmaschinen, dabei ist umsichtiges und fachkundiges Vorgehen erforderlich. Nach dem Erkalten der Werkstücke entformen sie diese, wobei die Form zerstört und der Formstoff teilweise für die Wiederverwendung aufbereitet wird.

Meist ist auch ein Säubern und Nachbearbeiten der Werkstücke erforderlich, etwa das Abtrennen von gießtechnisch erforderlichen, aber nicht zum Werkstück gehörenden Teilen. Falls erforderlich, nehmen sie auch Wärmebehandlungen an den Gussteilen vor. Sie warten ihre Fertigungsanlagen, ermitteln bei Störungen die Ursachen und führen kleinere Reparaturen selbst aus.

Dauer: 3 1/2 Jahre.