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Dillinger Grobblech für die
Neckartalbrücke Heilbronn

Ein hoch belasteter Abschnitt der A6 wird leistungsfähiger und sicherer dank Dillinger Stahl

Die A6 gilt als eine der wichtigsten Ost-West-Verbindungen zwischen Frankreich und Mittel- bzw. Osteuropa. Der mit mehr als 100.000 Fahrzeugen pro Tag (Prognose 2025) hoch belastete Streckenabschnitt zwischen der Anschlussstelle Wiesloch/Rauenberg und dem Autobahnkreuz Weinsberg (47 km) musste leistungsfähiger und sicherer werden. Schlüsselstelle war der 1.337 m lange alte Neckartalübergang, der den modernen Verkehrsbelastungen nicht mehr gewachsen war. Ausbaumaßnahmen sehen den sechs-streifigen Ausbau auf einer Gesamtlänge von 25,5 km sowie die Errichtung einer neuen Neckartalbrücke vor.

Gebaut wird in zwei Abschnitten:
Nach Fertigstellung der ersten Richtungsfahrbahn im März 2019, die zunächst parallel zur alten Trasse gebaut wurde, erfolgte im Juni 2019 der Abriss der alten Neckartalbrücke. Der Bau der zweiten Richtungsfahrbahn (mit der zweiten Brückenhälfte) wird in gleicher Weise erfolgen. Die kompletten Ausbaumaßnahmen sollen 2022 beendet sein.

Attraktive Geometrie

Aus vier werden dann zwei Einzelbrücken, die „Vorlandbrücke West“ und die „Neckarbrücke“. Mit einer Länge von ca. 1,3 km und eine Gesamtbrückenfläche von 56.000 m2 ist diese Talüberquerung die längste Autobahnbrücke Baden-Württembergs. Die 5.500 t schwere Neckarbrücke, die den Übergang von Bahnlinie und Neckar beinhaltet, besteht aus einem 511 m langen Stahltrog mit wellenartigen Stegen und Spannweiten von rund 100 m. Die attraktive, wellenförmige Konstruktion der Längsträger ist zwischen 3,80 m (Feldbereich) und maximal 8,30 m hoch (über den Brückenpfeilern). Diese Geometrie konnte nur mit dem Einsatz eines speziellen hochfesten Feinkornstahls umgesetzt werden.

Fortschrittlich in Design und Werkstoff

Zur effizienten Realisierung dieser schlanken Konstruktion wurde auf den höherfesten Stahl S460M/ML von Dillinger gesetzt. Um noch mehr von seiner höheren Festigkeit zu profitieren, wurde in diesem Fall selbst in großen Dicken eine von Blechdicke unabhängige Mindeststreckgrenze von 460 MPa bestellt, umgangssprachlich oft als „konstante Streckgrenze“ bezeichnet. Dieses Extra an Festigkeit übertrifft die derzeitige Normanforderung teilweise um bis zu 75 MPa und erlaubte dem Fertiger damit, ein nochmaliges Materialersparnis zu realisieren – ein ideales Beispiel für einen ressourcenschonenden und nachhaltigen Einsatz von Rohstoffen.

Auch die Dimensionen dieser eingesetzten Stahlbleche sind beeindruckend: Sie sind bis zu 110 mm dick. Zum Vergleich waren die Bleche der alten Brücke 12 mm dick! Die neue Brücke soll schließlich lange halten – und zwar unter Bedingungen, die der alten ziemlich zugesetzt haben.

Dillinger lieferte für dieses zukunftsweisende Bauwerk mehr als 5.300 t Grobbleche in den Qualitäten S355J2+N, S460 M/ML in Dicken zwischen 12 und 110 mm.

Daten

Inbetriebnahme
Erste Richtungsfahrbahn März 2019 - Zweite Richtungsfahrbahn Sommer 2022
Land
Deutschland
Qualität
S355J2+N, S460 M/ML
Tonnage
5.242 t
Wandstärke
12 – 110 mm

Ansprechpartner

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Timm Condé
Category Manager Sales, Steel Construction

Tel.: +49 6831 472196
Fax: +49 6831 47992681
E-Mail

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Dr. Tobias Lehnert
Head of Marketing & Technical Support, Wind Power & Construction

Tel.: +49 6831 472394
Fax: +49 6831 473089
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